Rahmenkonzept

Rahmenkonzept

Die Realschule Hardtberg hat sich der individuelle Förderung ihrer SuS verpflichtet und in ihren Schulalltag integriert. Lehren und Lernen wird als dynamischer Prozess verstanden, der ein individuelles Aufgreifen und Verarbeiten eines Lernangebotes bedeutet, das systematisch aufgebaut, beobachtet und weiterentwickelt wird.

Wichtige Säulen der individuellen Förderung sind

zum einen

–       Entwicklungsoffenheit

–       Kooperation und Transparenz

–       systematisches und systemisches Vorgehen

–       und ein Perspektivwechsel

zum anderen

–       ein integratives Förderkonzept

–       sowie das Thema „Inklusion“.

 

Diese Säulen schaffen den Rahmen, in dem sich die Realschule Hardtberg bewegt, um dem Motto „Mit Vielfalt umgehen/Stärken stärken“ gerecht zu werden.

Die Arbeit teilt sich in die unterschiedlichen Handlungsfelder und Zielgruppen („Schüler/Schülerin“, „Lerngruppe“ und „Schule als System“) und daraus ergibt sich folgendes Bild:

 

I. Grundlagen schaffen – Beobachtungskompetenz stärken

Hier geht es um die Förderung grundlegender Qualifikationen unter Anwendung und Weiterentwicklung diagnostischer Verfahren und Instrumente. Ferner beinhaltet es die entsprechende Fortbildung der LehrerInnen und die Berücksichtigung von Lernschwierigkeiten sowie ggf. geschlechterspezifische Unterschiede und Entwicklungsprozesse (s. auch Konzept zur inklusiven Entwicklung an der RSH).

  1. LRS Diagnosetests („DRT“, „Hamburger Schreibprobe“) im 5.+ 6. Schuljahr im Fach Deutsch
  2. Rückmeldung an die Eltern und SuS
  3. Diagnoseverfahren für die Fächer Mathematik und Englisch / lehrwerkgesteuert
  4. interne Vergleichsarbeiten / Parallelarbeiten in den Jahrgangsstufe
  5. Methodentraining
  6. Selbsteinschätzungsbögen
  7. Schulung des Gesundheitsbewusstseins
  8. Fortbildungen für das Kollegium:
    • Methoden der Beobachtung
    • Konzepte zur Nutzung neuer Medien zur Individualisierung des Lernens
    • Schüler aktivierende Unterrichtsformen, kooperatives Lernen
    • Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und -entwicklung (kollegialer Austausch zu Lernentwicklung und Förderangebot, unterschiedliche Beobachtungsperspektiven zur Ursachenklärung nutzen)
    • gemeinsame EP-Konferenzen mit den KollegInnen der Grundschulen

II. Mit Vielfalt umgehen / Stärken stärken

Hier geht es konkret um die Förderung und Unterstützung individueller Lernfortschritte sowohl durch Begleitung und Zuwendung zu den einzelnen SuS als auch im Kontext der Lerngruppe und der schulischen Rahmenbedingungen. Maßnahmen und Konzepte werden durch FachkollegInnen, Initiativgruppen, Klassen- und/oder Jahrgangsteams umgesetzt.

A. Im Rahmen der inneren Differenzierung

Hier gibt es im Rahmen der schulinternen Curricula basierend auf den Kernlehrplänen verbindliche Vereinbarungen und Methodenentscheidungen, die nachhaltiges Lernen umsetzen

durch

1. differenzierende Lernmaterialien nutzen / individuelle Aufgabenstellung im Unterricht

2. Kooperative Unterrichtsformen – Wochenarbeit / Gruppenarbeit, Freiarbeit, Projektarbeit, Lernplakate / Poster, Stationenlernen, Lerntheke, Einbindung neuer Medien in die Lernorganisation, Energizer

3. Kooperatives Lernen (Green/Green)

4. Projekttage (Methodentraining Kl.5,6,7)

5. Förderung von Sprachkompetenzen (sowohl in Deutsch als auch in den Fremdsprachen)

6. Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenz

7. Förderung kultureller Bildung (Landeskunde, Klassenfahrten und Ausflüge und die Einbeziehung anderer Lernorte wie Kino, Theater, Oper und Museen)

8. Förderung motorischer Entwicklung (Sport und Tanz / Gesellschaftstanz)

9. Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität und der von Anderen, mit Rollenidentität und mit dem Wandel in gesellschaftlichen Prozessen (Genderkonzept)

B. Im Rahmen der äußeren Differenzierung

Hier geht es um den geeigneten Organisationsrahmen, der individuelle Fördermaßnahmen ökonomisch und koordiniert anbietet.

    1. Vorbereitungsklassen Va / Vb (Drehtürmodell)
    2. Stundenblockung / Förderbänder
    3. Lernwerkstätten in D, M, E (selbstständiges Lernen im Kontext fachlichen Lernens)
    4. Aufbaukurse Deutsch für SuS mit Migrationshintergrund
    5. Hausaufgabenförderung
    6. Schülern helfen Schülern
    7. Förderung und Stärkung sozialer als auch emotionaler Kompetenz (Soziales Training, Streitschlichter Ausbildung und AGs, Ausbildung und Tätigkeit als Schulsanitäter, Hausaufgaben-Tutoren)
    8. Schulung der kreativen Kompetenz (Kreativbereiche – Tanz/Sport, Musik, Kunst, Technik)
    9. Im Rahmen der Lernbegleitung und Beratung

Hier geht es um die Ergänzung und Unterstützung im Rahmen von Rückmeldung zu Lernen und Leisten, um motivierend und ermunternd weitere Lernschritte aufzuzeigen. Geleitet von den Ideen, die Persönlichkeit der SuS zu stärken, ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen, Interessen zu wecken, Fehler als Impuls zu deuten und Enttäuschungen konstruktiv zu verarbeiten, Konzentrationsfähigkeit zu stärken, respektvolles Miteinander zu leben und Wertschätzung auszudrücken. Details dazu siehe Konzept zur inklusiven Entwicklung.

  1. Zielvereinbarungen treffen
  2. Förderkonferenz
  3. Individuelle Förderpläne bei drohender Nichtversetzung
  4. Schülersprechtag (diagnostische Gesprächsführung, um individuelle Besonderheiten wie Denkweisen, Zugänge, Interessen, Lernschwierigkeiten, zu erfassen)
  5. Einzelberatung durch Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und Beratungslehrern (Förderkonferenzen, Portfolios oder Förderpläne, Krisenintervention)

 

 

III. Übergänge begleiten – Lernbiographien bruchlos gestalten

Hier geht es darum, Schnittstellen im Schulsystem (Schul- und Schulformwechse in die Sekundarstufe IIl, Wechsel in die Berufsausbildung) mit Programmen vorzubereiten, zu begleiten und zu coachen. Dazu gehören auch die Information der SuS und deren Eltern, die Kooperationen und der Austausch mit anderen Schulen und Institutionen.

  1. Einzelberatung intern/extern
  2. Tag der offenen Tür für Grundschüler
  3. Schnuppernachmittag vor der Einschulung
  4. Einführungstage für die neuen Fünfklässler
  5. Probeunterricht für SuS bei Schulformwechsel / diagnostische Praktika
  6. Schnupperpraktikum in Kl.8 / 4-tägig
  7. Berufspraktikum in Kl.9 / 3-wöchig
  8. Potenzialanaylse in Kl.8
  9. Berufsfelderkundungstage in Kl. 8
  10. Informationsabende für die Eltern

 

IV. Wirksamkeiten prüfen – Förderung über Strukturen sichern

Hier werden systematisch Indikatoren beobachtet, die die Wirksamkeit der Maßnahmen zur individuellen Förderung aufzeigen. Dabei dient die Dokumentation als Basis für die Analyse und Auswertung. Absicherung erfährt dieses Handlungsfeld durch festgelegte Organisationsstrukturen und Verantwortlichkeiten.

  1. Lerntagebuch führen / Förderheft
  2. Zielvereinbarungen treffen und prüfen
  3. Ergebnisse von LSE und ZP analysieren
  4. Bewertungs- und/oder Rückmeldebögen nach Klassenarbeiten
  5. Einschätzungsbögen der EP-Konferenzen analysieren
  6. Nichtversetzungsquoten analysieren
  7. Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Familienhilfe etc. unter anderem bei Absentismus, Kooperation mit Beratungsstellen z.B. im Falle von Hochbegabung, Autismus, etc.
  8. Einzelberatung durch die Agentur für Arbeit vor Ort
  9. Besuch des BIZ und Ausbildungsbörse
  10. Eltern / SuS – Beratung

 

Fragen, Wünsche oder Anregungen? Schreiben Sie uns eine E-Mail: info@rsh-bonn.de